Laras Endometriose Geschichte

Laras Endometriose Geschichte

„Mein Leiden hat endlich einen Namen: Endometriose und Adenomyose. Es war eine Erleichterung zu wissen, dass ich mir das alles nie eingebildet habe, so wie einige Ärzte es mir vorgeworfen haben…“

Laras Endometriose Geschichte

Stell dich doch vorab einmal kurz vor!

Ich heiße Lara, bin 23 Jahre alt, verlobt und komme aus Neuss. Ich bin Mama einer dreijährige Tochter und eines Sternchens. Bei Instagram heiße ich ladyadeno.

Nun zu deiner Endometriose Geschichte: Welche Symptome hattest du?

Ich hatte seitdem ich 13 bin, also seit meiner ersten Periode, gefühlt das Komplettpaket: heftige Periodenschmerzen, Schmerzen im unteren Rücken, Schmerzen im Beckenbereich, Migräne, Schmerzen beim Eisprung, starke dunkelbraune Blutung, Durchfall, häufiger Harndrang, Blutgerinnsel, Schmierblutungen, Übelkeit, Sodbrennen und Schlafstörungen. Der Verdacht kam aber erst dieses Jahr im Mai auf, als bei mir Adenomyose per Ultraschall diagnostiziert wurde. Bis zur Diagnose der Adenomyose und Endometriose vergingen neun Jahre und ich suchte sieben verschiedene Ärzte auf. 

Wie oft wurdest du schon operiert und wie war das?

Ich wurde im Juni 2021 das erste Mal operiert und musste drei Tage stationär bleiben. Die Operation dauerte ungefähr zwei Stunden. Während der Operation wurde eine Ovariopexie gemacht, damit meine Eierstöcke nicht verwachsen. Die Operation verlief gut und danach hatte ich, dank Novalgin, gar keine Schmerzen. Ich hatte nur ein extremes Drücken im Bauch aufgrund des Gases. 

Wie ist deine Endometriose ausgeprägt? Wo sitzt oder saß sie?

Die Endometriose saß bei mir im kompletten Douglasraum und im Bereich des linken Eierstocks. Dazu hatte ich noch starke Verwachsungen am Dünndarm, die auch direkt entfernt wurden. 

Wie gehst du jetzt mit deiner Endometriose um?

Ich nehme pflanzliches Progesteron (Yamswurzel), was mir soweit ganz gut hilft. Ein paar Symptome sind leider zurückgekehrt, aber die extremen Schmerzen zum Glück (noch) nicht. Die starken Blutungen sind leider immer noch da, zwei Maxi OBs blute ich in zwei bis drei Stunden durch. 

Wie geht dein Umfeld mit deiner Endometriose um?

Mein Verlobter ist sehr aufmerksam und versteht das auch gut. Meine Freunde gehen auch gut mit dem Thema um. Im Endeffekt sind wir alle froh, dass mein Leiden endlich einen Namen hat: Endometriose und Adenomyose. Es war eine Erleichterung zu wissen, dass ich mir das alles nie eingebildet habe, so wie einige Ärzte es mir vorgeworfen haben. 

Was würdest du jemandem mitgeben, der kurz vor seiner Operation steht oder frisch diagnostiziert wurde?

Es ist nicht einfach, aber wir schaffen das. Zu jedem schlechten Tag wird auch mit Sicherheit wieder ein guter Tag kommen. Endometriose ist unberechenbar. Du bist nicht schuld, dass du krank bist. Bitte mach dir niemals Vorwürfe! 

Was möchtest du noch gerne einfach mal loswerden?

Ich wünsche mir, dass jede*r mit Schmerzen ernst genommen wird. Schmerzen sind nie normal. Und keiner kennt den eigenen Körper besser als man selbst. Ich wünsche mir, dass man in Zukunft für die Diagnose Endometriose nicht mehr sechs bis zehn Jahre warten und leiden muss. Unsere Stimmen müssen endlich gehört werden und wir dürfen uns nicht mehr abschütteln lassen mit Worten wie „Als Frau hat man halt Schmerzen“ oder „Sie bilden sich die Schmerzen bestimmt nur ein“. 

Danke Lara!

Ich möchte auch dir danken, liebe Lara, dafür, dass du deine Endometriose hier so offen und ehrlich erzählt hast und damit einen weiteren Teil zur Aufklärung über diese Krankheit beiträgst!

Wenn ihr eure Endometriose Geschichte auch gerne erzählen möchtet, dann lasst es mich einfach wissen. Egal, ob über das Kontaktformular oder Instagram!

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