Was ich eigentlich von Periodenunterwäsche halte

Periodenunterwäsche von WUKA im Test.

Ich habe Periodenunterwäsche von WUKA ausprobiert – und ganz ehrlich, ich war anfangs sehr skeptisch, ob das so praktikabel ist. Aber ich wurde ziemlich positiv davon überrascht…

Periodenunterwäsche von WUKA im Test.

Lange ist es her, dass ich mal selber einen Beitrag geschrieben habe, deshalb wird es offensichtlich mal wieder Zeit. Heute soll es aber nicht direkt um die Endometriose gehen, sondern um ein etwas anderes Thema: die gute alte Menstruation! Ich hab da nämlich mal was Neues ausprobiert, wovon ich euch erzählen möchte…

Aber beginnen wir mal ganz transparent für euch am Anfang. Vor einigen Monaten habe ich eine Mail von WUKA bekommen. In der wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, deren Periodenunterwäsche zu testen. WUKA ist ein Unternehmen aus England, deshalb hab ich mich zwar darüber sehr gefreut, das Ganze aber abgesagt. Ich empfand es als schwierig, etwas zu testen, was umständlich aus England bestellt werden müsste, sollte es jemanden von euch interessieren. Ich bekam als Antwort auf meine Bedenken, dass die Periodenunterwäsche von WUKA auch in Deutschland über CUCA BY LINDA bestellt werden kann. Das hat das Ganze in einem anderen Licht dargestellt. Deshalb habe ich zugestimmt, sowohl die Periodenunterwäsche als auch eine Wärmflasche zum Umbinden (erschien mir praktisch) auszuprobieren und darüber auf meinem Blog zu schreiben. 

Ich erzähl euch das jetzt, damit absolut klar und transparent für euch ist, dass ich die Produkte kostenlos zugeschickt bekommen habe. ABER ich kann hier darüber schreiben, was ich will, also was ich ganz ehrlich davon halte, und genau das werde ich in diesem Beitrag tun.

Eine ziemlich gute Idee, wie ich finde

Grundsätzlich fand ich die Idee von Periodenunterwäsche schon lange, bevor ich diese Anfrage bekommen habe, ziemlich interessant. Wir produzieren nämlich so abartig viel Müll durch Periodenprodukte, das kann man sich kaum vorstellen. Deshalb find ich die Idee, etwas zu haben, was sich wiederverwenden lässt, erstmal ziemlich nice. Ich hab auch schonmal mit einer Menstruationstasse – geht ja in die selbe Richtung – geliebäugelt. Ich stand auch schon einige Male im Drogeriemarkt davor. Aber irgendwie war ich davon dann doch noch nicht ganz so überzeugt. Periodenunterwäsche fand ich auch immer eine gute Idee. Ich hab aber daran gezweifelt, ob das wirklich funktioniert. Oder ob man nicht einfach seine Klamotten damit versaut, weil man eben doch durchplörrt?

Mein WUKA Paket

Es kam also mein Paket von WUKA aus England hier an – zwei Periodenunterhosen in der Heavy Flow Version und dazu auch noch eine Wärmflasche zum Umbinden waren drin. Die Unterwäsche ist, das hab ich extra nochmal nachgelesen, für die Tage mit stärkerer Blutung gedacht und soll an diesen zwischen vier und sechs Stunden halten – an Tagen mit weniger starker Blutung wohl sogar bis zu acht Stunden. Sie soll außerdem mindestens 20 Milliliter Flüssigkeit aufsaugen und damit ungefähr vier Tampons ersetzen können. 

Ich bin noch ein wenig skeptisch, aber gespannt. Sofort hab ich mich meiner Klamotten (untenrum) entledigt und bin in meine WUKA Pants geschlüpft. Erster Eindruck: Es fühlt sich an, als hätte man so eine gute, dicke Nacht-Binde eingenäht in seine Unterhose. Genau genommen ist das natürlich auch logisch, weil das das Prinzip dieser Periodenunterwäsche ist – nur eben mit Stoff. Ich fand es aber nicht unbequem, muss ich ehrlich sagen, nur ungewohnt, wenn man nicht regelmäßig Binden trägt.

Gleich mal testen

Wie ihr wisst, nehme ich ja Hormone gegen meine Endometriose. Eigentlich sollten die meine Periode unterdrücken. Ich bekomme aber noch immer regelmäßig eine Blutung – bei Weitem nicht so stark wie früher, aber eben eine Blutung. Ich hab also abgewartet, bis die nächste mich heimsucht. Dann hab ich die WUKA Pants gleich mal über Nacht getestet – wenn schon, denn schon. 

Tatsächlich hat nichts irgendwohin geleaked, das lief einwandfrei. Dass die Hose auch komplett trocken geblieben ist, als würde das einfach sofort aufgesaugt werden, hat mich ein wenig überrascht. Ich als Skeptiker war also sehr positiv überrascht davon, wie gut das funktioniert hat und wie bequem es dabei ist – überhaupt nicht eklig, wie ich ursprünglich ein bisschen gedacht habe. 

Ein paar Bedenken

An dieser Stelle möchte ich allerdings anmerken, dass die WUKA Pants in der Heavy Flow Version ziemlich dick und wuchtig sind. Was irgendwie logisch ist, weil da ja quasi eine eingenähte Binde drin ist, die für die stärkeren Tage der Periode gedacht ist. Unter enger Jeans würde ich das also, denk ich, eher nicht tragen (können). Mit Leggings oder Jogginghose für zuhause ist es aber gar kein Problem. Sicherlich ließen sich auch im Alltag Wege finden, um das zu kaschieren. 

Ein weiterer Punkt ist, dass ich die Periodenunterwäsche nicht wirklich schnell trocken bekommen habe nach dem Waschen. Sie hat sich super waschen lassen, versteht mich nicht falsch, aber durch die Dicke der „integrierten Binde“ hat sie eben eine ganze Weile zum Trocknen gebraucht. Man würde also auf jeden Fall ein paar mehr davon benötigen, wollte man seine gesamte Periode damit abdecken. Grundsätzlich finde ich es aber vor dem Hintergrund der Müllproduktion, die man sonst so hat, eine echt gute Sache.

Eine zweite Meinung zur Periodenunterwäsche

Um noch eine weitere Meinung dazu einzuholen, habe ich die zweite WUKA Pants aus meinem Paket an eine Freundin abgegeben, die ganz normal ihre Periode bekommt. Ich mit meiner durch Hormone „geminderten“ Blutung bin ja nicht unbedingt die beste Testperson. Außerdem sollt ihr ja auch nicht denken, ich wäre dadurch beeinflusst, dass ich die Sachen umsonst bekommen habe. Daher bekommt ihr jetzt nochmal die unverblümte Meinung von jemand anderem dazu: 

Der erste Eindruck war ähnlich wie bei mir, ungewohnt, aber nicht unbequem. Es würde sich ein wenig anfühlen wie eine Windel, was ich bestätigen kann. Wir glauben aber beide, dass das daran liegt, dass wir normalerweise Tampons benutzen und keine Binden. Deshalb ist das natürlich viel ungewohnter für uns, als für jemanden, der sowieso Binden benutzt. Grundsätzlich bestand noch die Angst, sich irgendwann unhygienisch zu fühlen, wenn man in seine Unterwäsche blutet. Aber schauen wir mal, wie es dann wirklich war…

Die Periode meiner Freundin kam also und sie hat die WUKA Pants getestet – mit einem ähnlich positiven Ergebnis. Wie sagte sie so schön: Man fühlt sich, als würde man voll auslaufen, aber die Periodenunterwäsche saugt alles auf, ist dabei trocken und gibt auch nichts davon wieder ab. Selbst dann nicht, wenn man draufdrückt – das wurde eingehend getestet. Man muss sich an dieses Gefühl erstmal gewöhnen, aber es hat erstaunlich gut funktioniert. 

Grundsätzlich war ihr Fazit dann gemischt, denn es ist auf jeden Fall eine gute und coole Sache, sagt sie, wegen des Mülls, den man dadurch vermeidet, aber zur Arbeit oder gar beim Sport kann sie es sich nicht so richtig vorstellen. Vor allem, wenn man, je nach Stärke der Periode, bei der Arbeit die Unterwäsche wechseln müsste – und dann hat man eine vollgeblutete in der Tasche? Irgendwie eine komische Vorstellung. Eine komplette Alternative zu Tampons wäre es für sie also nicht, aber für Tage, an denen man viel zuhause ist, kann man das durchaus machen, um ein wenig nachhaltiger bei den Periodenprodukten zu werden.

Insgesamt ziemlich cool, aber nicht perfekt

Ich kann mich ihrer Meinung da natürlich anschließen. Wenn man seine gesamte Periode mit Periodenunterwäsche abdecken will, wie bereits gesagt, dann braucht man je nach Stärke der Periode wirklich viele einzelne davon. Und die Vorstellung, unterwegs die Unterwäsche wechseln zu müssen, finde ich doch auch irgendwie befremdlich. Aber vermutlich ist das einfach eine Sache der Planung und Gewöhnung, unmöglich ist es auf jeden Fall nicht. 

Für zuhause und vor allem nachts find ich die WUKA Pants aber weiterhin ziemlich cool. Dafür benutze ich sie jetzt auch seit einigen Monaten wirklich regelmäßig. Ich glaube nicht, dass sie bei mir komplett die Tampons verdrängen wird, aber sie wird definitiv als Alternative herangezogen, soweit es geht. Ich finde, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Es ist jetzt übrigens einige Monate später und ich hab nochmal bei meiner Freundin nachgefragt, wie mittlerweile der Stand dazu bei ihr ist, ob sie die WUKA Pants überhaupt noch trägt – und das tut sie! Sie findet sie auch immer noch ziemlich cool. Und, ich möchte zitieren: „Eine neue Erkenntnis ist noch, dass man damit auch echt gut eine Radtour machen kann, war da vorher skeptisch.“ Gewöhnung und Ausprobieren scheint hier also wirklich eine große Rolle zu spielen. Am Ende ist mit den Periodenunterwäsche vielleicht doch noch mehr möglich, als man am Anfang denkt.

Die Wärmflasche

Achja, neben den WUKA Pants hatte ich ja auch noch die Wärmflasche zum Umbinden im Test, die wollen wir hier ja nicht vernachlässigen. Die kann tatsächlich sehr, sehr praktisch sein, wenn ihr, wie ich, gerne durch die Gegend lauft und dabei eigentlich normalerweise eure Wärmflasche in den Hosenbund steckt und am Ende aber doch irgendwie festhalten müsst. Das lässt sich damit ziemlich gut umgehen. Allerdings muss ich sagen, dass ich einige Versuche gebraucht habe, bis ich raus hatte, wie viel Wasser ich da reinmachen kann, damit sie sich noch vernünftig um den Bauch binden lässt, ohne zu sperrig zu sein. Zu voll funktioniert das nämlich nicht, weil sie sich dann nicht mehr richtig biegen lässt – nach den Gesetzen der Physik natürlich absolut logisch. Wenn man das aber einmal raus hat, ist es eine unglaublich praktische Sache.

Ich mag’s

Insgesamt war ich also echt positiv überrascht von den Produkten, ganz ehrlich. Gerade bei der Periodenunterwäsche war ich wirklich skeptisch, ob das so praktikabel ist. Teilweise bin ich das natürlich auch immer noch, allein was die Anzahl an Unterhosen angeht, die man bräuchte. Aber ich denke, mit ein wenig Gewöhnung und Planung lässt sich das Tragen von Periodenunterwäsche durchaus auch außerhalb von zuhause ganz gut umsetzen. Für mich persönlich sicherlich nicht immer und überall, aber es könnte zumindest teilweise eine nachhaltigere Alternative sein.

Ich hab einen Rabattcode für euch!

Falls ihr das mit den WUKA Pants jetzt selber mal ausprobieren wollt, dann könnte ihr die natürlich bei WUKA selber bestellen oder auch bei CUCA BY LINDA. Von CUCA BY LINDA habe ich übrigens einen Rabattcode für euch bekommen! Mit „Lea-K-10“ könnt ihr dort zehn Prozent ohne Mindestbestellwert sparen – das gilt bis zum 31. Dezember 2020. An dieser Stelle möchte ich übrigens unbedingt betonen, dass ich an diesem Rabattcode rein gar nichts verdiene. Der bringt nur euch was – also feel free to use it. 

Ich hoffe, dass ihr diesen Beitrag hilfreich fandet. Falls ihr selber Periodenunterwäsche benutzt, unabhängig von der Marke, dann würde mich wirklich interessieren, wie eure Erfahrungen damit so sind. Schreibt sie mir also sehr gerne in die Kommentare!

One thought on “Was ich eigentlich von Periodenunterwäsche halte

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